Die Unterwasserwelt birgt seit jeher Geheimnisse, und jede neue Entdeckung bietet uns die einzigartige Gelegenheit, einen Blick in die Vergangenheit zu werfen. Dieses Mal möchten wir Ihnen mit großer Freude spannende Neuigkeiten von den Expeditionen des Vereins „Vesala Jūra“ mitteilen.
Unsere Ostsee und der Rigaische Meerbusen sind voller Geschichten, die unter den Wellen verborgen liegen. Dank der beharrlichen Arbeit unserer Taucher haben wir eine bedeutende Entdeckung gemacht: Zwei Schiffswracks, die höchstwahrscheinlich im letzten Jahrhundert gesunken sind, wurden identifiziert! Wir haben diesen Wracks vorläufige Namen gegeben – „Fischschleppnetz „Selga““ Und "Lastkahn"Und das Beste daran: Sie werden eine wertvolle Ressource für die Ausbildung unserer Tauchschüler sein und der Unterwassererkundung vor der Küste Lettlands neue Impulse verleihen.
Was wurde herausgefunden und warum ist es wichtig?
Unterwasserforschung erfordert enorme Geduld, Wissen und Sorgfalt. Jedes Wrack ist wie eine Zeitkapsel und liefert Zeugnisse einer bestimmten Epoche der Geschichte, der Schiffbautechnologien und menschlicher Schicksale. Diese beiden Wracks sind etwas Besonderes, weil sie relativ gut erhalten sind und – wichtig für die Ausbildung – auf dem Kiel liegen.
1. Fischschleppnetz „Selga“
Dieses Wrack befindet sich 22 Meter tief und hat sich nach Steuerbord geneigt. Seine Länge übersteigt 25 MeterUnsere ersten Untersuchungen lassen darauf schließen, dass dies kleiner Kühltrawler Typ „Selga“ (Projekt 728A)Solche Schiffe wurden von 1972 bis 1985 auf der Padomsker Fischereiwerft gebaut und waren für die Fischerei mit Grund- und Zwillingsschleppnetzen sowie für den Transport und die Umladung des Fangs in gekühlter Form vorgesehen.
- Technische Daten, die durch unsere Erkenntnisse bestätigt wurden:
- Länge: Ungefähr 24,07 Meter
- Breite: Ungefähr 6,06 Meter
- Bretthöhe bis Oberdeck: 3,10 Meter
- Entwurf: 2.395 Meter
- Hauptmotor: 300 PS (Marke: 6NVD 26A-2)
- Tragfähigkeit: 26 Tonnen
- Autonomie: Bis zu 12 Tage
- Gebaut: Schätzungsweise wurden etwa 12 Einheiten dieses Typs gebaut.
Stellen Sie sich vor – jedes Detail dieses Schiffes erzählt die Geschichte der Entwicklung der sowjetischen Fischereiflotte und der schwierigen Arbeit auf See im letzten Jahrhundert. Das Wrack der „Selga“ ist für unsere Schüler eine großartige Gelegenheit, sich mit Schiffsbau, der Orientierung an größeren Objekten und technischem Tauchen vertraut zu machen.

2. „Lastkahn“
Dieses Wrack liegt in geringerer Tiefe – 15 MeterEs ist ungefähr 15-20 Meter langes Boot mit Metallstruktur, das überraschend gut erhalten ist und sich etwa 2 Meter über den sandigen Boden erhebt. Obwohl der Überbau nicht erhalten ist, das Deck am Bug ist perfekt sichtbar, mit all seinen Elementen – Deckpoller, Klampen und zwei Ankerkettenstopper. Auf dem Bugdeck sind außerdem zwei quadratische Luken sichtbar. Leider ist das Heck des Bootes im Sand versunken und praktisch nicht sichtbar. Interessanterweise befinden sich im mittleren Teil des Wracks, auf der linken Seite, auf dem Boden Metallstücke unterschiedlicher Größe, bei denen es sich höchstwahrscheinlich um abgetrennte Teile des Wracks handelt.
Die „Liellaiva“ ist ein idealer Ort für Anfänger und Fortgeschrittene, um Navigation, Erkundung und Unterwasserfotografie zu üben. Die relativ geringe Tiefe ermöglicht längere Tauchgänge und eine detailliertere Erkundung des Wracks.
Warum sind diese Erkenntnisse für die Taucherausbildung wichtig?
Verbände"VesalseeDas Hauptziel besteht nicht nur darin, die Unterwassergeschichte zu erforschen und zu dokumentieren, sondern auch neue Taucher auszubilden. Diese beiden Wracks bieten hervorragende Möglichkeiten für die praktische Ausbildung:
- Orientierung und Navigation: Die Schüler können lernen, größere Objekte zu navigieren, indem sie Boots- und Wrackstrukturen als Bezugspunkte verwenden.
- Objektrecherche: Lernen Sie, Fundstücke zu dokumentieren, Messungen vorzunehmen und den Erhaltungsgrad zu beobachten.
- Seilarbeit und Sicherheitsprotokolle: Lernen Sie, mithilfe von Seilen und anderer Sicherheitsausrüstung sicher um Wracks herum zu tauchen.
- Unterwasserfotografie und -video: Wracks eignen sich hervorragend zum Erlernen von Unterwasserfotografie- und Videofähigkeiten.
- Geschichte verstehen: Erfahren Sie mehr über die Geschichte der Schiffe, ihre Funktionen und Bedeutung.
Nächste Schritte: Archive und weitere Forschung
Unsere Arbeit mit diesen Wracks endet nicht mit der Entdeckung und ersten Identifizierung. Um die Geschichte der Schiffe und die Umstände ihres Untergangs genauer zu bestimmen, benötigen wir weitere detaillierte Forschungs- und ArchivarbeitenDazu gehört sowohl die Suche nach Dokumenten in maritimen Archiven als auch die Kontaktaufnahme mit Historikern und Spezialisten. Jedes neue Detail kann uns helfen, die Geheimnisse dieser Schiffe zu lösen.
Treten Sie der „Vesala Jūra“-Bewegung bei!
Wenn Sie von der Unterwasserwelt fasziniert sind, an der Entdeckung der Geschichte teilnehmen und mit Gleichgesinnten tauchen möchten, laden wir Sie ein, dem Verein „Vesala Jūra“ beizutreten! Gemeinsam können wir viele weitere unentdeckte Geheimnisse der Ostsee entdecken und unser Wissen über jahrtausendealte Meeresprozesse erweitern.
Egal, ob Sie ein erfahrener Taucher sind oder nur von Ihrem ersten Tauchgang träumen, bei uns können Sie Ihre Fähigkeiten weiterentwickeln und Ihre Leidenschaft mit anderen teilen.
Um mehr zu erfahren und sich zu bewerben, besuchen Sie bitte unsere Website oder wenden Sie sich an den Verband. Wir warten auf Sie!
