Auf See, insbesondere bei eingeschränkter Sicht oder in Gebieten mit hohem Schiffsverkehr, gilt: „Sehen und gesehen werden“. AIS (Automatisches Identifizierungssystem)Es handelt sich nicht nur um eine Empfehlung – es ist eine Lebensversicherung. Bei Tauchausflügen, wo das Boot oft vor Anker liegt oder langsam treibt, während sich die Taucher unter Wasser befinden, wird AIS zu einem unverzichtbaren Hilfsmittel.
Was ist AIS und wozu wird es benötigt?
AIS (Automatisches Identifizierungssystem) AIS ist ein automatisches Identifizierungssystem, das im VHF-Bereich (Ultrakurzwelle) arbeitet. Im Gegensatz zu Radar, das von Objekten reflektierte Signale erfasst, sendet und empfängt AIS präzise Daten:
- Schiffsname und Rufzeichen.
- Genaue GPS-Koordinaten, Kurs und Geschwindigkeit.
- Die Abmessungen und der Status des Schiffes (z. B. „vor Anker“ oder „eingeschränkte Manövrierfähigkeit“).
Die wichtigsten Vorteile eines Tauchboots:
- Kollisionsvermeidung: Große Schiffe können Ihr kleines Boot auf ihren Bildschirmen aus einer Entfernung von 10 bis 20 Seemeilen erkennen.
- Such- und Rettungsdienst (SAR): Im Falle eines Unfalls sieht die Küstenwache sofort Ihren genauen Standort.
- MMSI-Identifizierung: Ihr Boot wird ein offizieller Teilnehmer am Schiffsverkehr.
Konzept: AIS „Black Box“ (KS-200A+)
In diesem Tutorial werden wir verwenden AIS Black Box Das bedeutet, dass das AIS-Gerät selbst keinen Bildschirm hat – es handelt sich um eine kompakte Box, die unter der Konsole versteckt ist, aber die Daten werden an Ihren vorhandenen Kartenplotter (Simrad, Lowrance, Garmin usw.) ausgegeben.
Das Herzstück des Systems: Onwa KS-200A+
Es handelt sich um einen AIS-Transponder der Klasse B (Senden und Empfangen), eine kostengünstige und dennoch zuverlässige Lösung. Die Version mit dem „+“ verfügt in der Regel über einen integrierten GPS-Empfänger.
Erforderliche Ausrüstung (Starter-Kit)
Damit das System funktioniert, benötigen Sie folgende Komponenten:
| Komponente | Beschreibung |
| AIS-Transponder | Onwa KS-200A+ (Black Box). |
| VHF-Antenne | Separate Antenne, optimiert für AIS-Frequenzen (161,975 MHz und 162,025 MHz). |
| GPS-Antenne | Falls der KS-200A+ keine eingebaute Antenne besitzt, ist eine externe „Pilzantenne“ erforderlich. |
| NMEA 0183/2000-Kabel | Zur Datenübertragung an den Plotter. |
| Stromkabel | Für 12V Gleichstromanschluss mit Sicherung. |

Installationsprozess: Schritt für Schritt
Phase I: Antenneninstallation
AIS nutzt VHF-Wellen, die sich in Sichtlinie ausbreiten.
- Die Körpergröße ist wichtig: Installieren Sie die AIS-Antenne so hoch wie möglich (an einem Mast oder Targa).
- Distanz: Falls das Boot bereits über ein Funkgerät verfügt, sollte die AIS-Antenne mindestens 2 Meter von der VHF-Funkantenne entfernt sein, um Störungen zu vermeiden.
- Kabel: Verwenden Sie ein hochwertiges Koaxialkabel (z. B. RG-58 oder RG-213) und achten Sie darauf, dass die PL-259-Stecker hermetisch abgedichtet sind.
Phase II: Montage der Blackbox und Stromversorgung
- Standort: Installieren Sie den KS-200A+ in einem trockenen, gut belüfteten Bereich unter der Konsole.
- Stromversorgung: Schließen Sie das Gerät an das bordeigene 12-V-System an. Achten Sie darauf, Folgendes zu verwenden: 2A- oder 5A-Sicherung.
- Erdung: Um statische Aufladung zu vermeiden, ist ein guter Kontakt wichtig.
Phase III: Verbindung mit einem Kartenplotter
Am meisten KS-200A+ Verwendung NMEA 0183 Protokoll.
- Verbinden Sie die AIS-„Senden“- (TX)-Leitungen mit den Plotter-„Empfangen“- (RX)-Leitungen.
- In den Plottereinstellungen (Einstellungen -> Kommunikation) wählen Sie den entsprechenden Port aus und stellen Sie ihn ein. Genießen Sie die Rate bis zu 38.400 (Hohe Geschwindigkeit). Dies ist entscheidend – die normale GPS-Geschwindigkeit (4.800) reicht für den AIS-Datenfluss nicht aus.

Konfiguration und MMSI
AIS kann nicht einfach eingeschaltet und losgefahren werden. Es muss mit den Daten Ihres Schiffes programmiert werden.
- MMSI-Nummer: Dies ist ein in Lettland vergebener, einzigartiger 9-stelliger Code. JSC „Elektronische Kommunikation“Ohne diese Funktion arbeitet das Gerät nur im Empfangsmodus.
- Dateneingabe: Verbinden Sie das AIS mit dem Computer (mittels eines USB-RS232-Adapters) und geben Sie mit der Herstellersoftware Folgendes ein:
- Name des Schiffes.
- MMSI-Nummer.
- Schiffsabmessungen (Abstand von der Antenne zum Bug/Heck).
Abschluss
Die Installation eines AIS-Systems mit der Black-Box-Lösung ist die effizienteste Methode, Ihr Tauchboot aufzurüsten. Es benötigt keinen Platz auf Ihrem Armaturenbrett, bietet Ihnen aber dennoch einen umfassenden Überblick über den Schiffsverkehr in Ihrer Umgebung auf Ihrem Kartenplotter.
Wichtiger Hinweis: AIS ersetzt zwar nicht Wachsamkeit und visuelle Beobachtung, ist aber der beste Helfer, um Sie und Ihre Mannschaft sicher zurück an Land zu bringen.
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