10 nützliche Tipps für einen effizienten Taucher


Grundlegende Tauchkurse vermitteln ein breites Wissensfundament, doch wie in allen Lebensbereichen gibt es Dinge, die man nur durch Übung erlernen kann. Erfahrung kommt mit der Zeit, und oft sind es die kleinen, praktischen Tricks, die das Tauchen angenehmer, sicherer und komfortabler machen. In diesem Artikel haben wir 15 wertvolle Tipps zusammengestellt, die Ihnen helfen, die häufigsten Probleme zu lösen, mit denen Taucher bei der Verbesserung ihrer Fähigkeiten konfrontiert werden.

Leitern und Flossen: So befreien Sie Ihre Hände

Das Aussteigen aus dem Wasser über eine Bootsleiter kann schwierig sein, wenn man die Flossen in den Händen halten muss. Am einfachsten ist es, die Flossen wie Armbänder an den Handgelenken zu befestigen und die Hände durch die Flossenriemen zu ziehen. So stören die Flossen nicht und die Hände sind frei, um sich sicher an der Leiter festzuhalten. Alternativ kann man die Flossen mithilfe eines speziellen Karabiners und Gurtes am D-Ring des Tarierjackets befestigen.

Seien Sie vorsichtig mit Ringen und Schmuck.

Beim Tauchen empfiehlt es sich, teure oder glänzende Ringe am Ufer zu lassen. Erstens ziehen sich die Finger im Wasser etwas zusammen, wodurch die Gefahr besteht, Schmuck zu verlieren. Zweitens können glänzende Gegenstände neugierige Fische anlocken und zu unerwünschten Bissen führen. Wenn Sie dennoch einen Ring tragen möchten (z. B. einen Ehering), sollten Sie einen günstigen Silikonring in Betracht ziehen. Dieser ist sicherer und verursacht keine Verletzungen, falls er sich an Leitern oder anderer Ausrüstung verfängt.

Auftriebskontrolle und Beinposition

Viele Taucher beklagen sich über zu schwere oder zu leichte Beine und denken über den Kauf neuer Flossen oder Fußgelenkgewichte nach. Bevor Sie jedoch in neue Ausrüstung investieren, versuchen Sie, Ihre Beinstellung zu verändern. Durch Beugen der Knie und Anziehen der Flossen näher an den Körper (ähnlich wie beim technischen Tauchen) verlagern Sie Ihren Schwerpunkt und verbessern Ihre Wasserlage, Ihren sogenannten „Trimm“. Das Verschränken der Arme vor der Brust verbessert ebenfalls die Hydrodynamik und verhindert, dass sich Ihre Ausrüstung verfängt.

Maske und Atemregler nach dem Auftauchen

Ein häufiger Fehler ist es, die Maske sofort nach dem Auftauchen abzureißen und den Atemregler aus dem Mund zu nehmen. Dadurch kann Ihnen unerwartet Salzwasser ins Gesicht spritzen, was zu Erstickungsanfällen oder Augenreizungen führen kann. Lassen Sie Ihre Maske auf und den Atemregler im Mund, bis Sie sicher an Bord oder an Land sind. Der Atemregler ist für die Unterwasseratmung konzipiert und daher im Mund am effektivsten.

Modulare Tarierwesten oder „Rückplatte und Flügel“

Viele erfahrene Taucher bereuen es, sich ein herkömmliches Tarierjacket gekauft zu haben, bevor sie von Backplate- und Wing-Systemen erfahren haben. Diese Systeme sind modular aufgebaut, das heißt, jedes Teil kann einzeln ausgetauscht oder angepasst werden. Sie sind oft langlebiger und auf lange Sicht sogar günstiger, da man nicht das gesamte Tarierjacket ersetzen muss, wenn ein Teil kaputtgeht.

Backenermüdung und Reglerschläuche

Wenn Sie nach einem Tauchgang Kieferschmerzen verspüren, beißen Sie möglicherweise zu fest auf das Mundstück Ihres Atemreglers. Dies wird häufig dadurch verursacht, dass der Schlauch den Regler zur Seite zieht. Dieses Problem lässt sich durch den Einbau eines speziellen Dreh- oder Winkeladapters zwischen Schlauch und zweiter Stufe beheben. Dadurch befindet sich der Schlauch in einem natürlicheren Winkel, und die Belastung Ihres Kiefers wird reduziert.

Wie man eine festsitzende Lampe oder ein festsitzendes Gehäuse öffnet

Wenn Sie Ihr Kameragehäuse oder Ihre Tauchlampe zu Hause verschlossen haben und sie nach einem Flug oder einer Druckveränderung nicht mehr öffnen können, hilft ein Temperaturwechsel. Legen Sie das Gerät kurz in kaltes Wasser oder in den Kühlschrank. Die Materialien ziehen sich leicht zusammen, der Druck gleicht sich aus und das Abschrauben des Deckels wird einfacher.

Neue Geräteprüfung

Gehen Sie niemals mit brandneuer oder kürzlich gewarteter Ausrüstung auf einen längeren Tauchgang, ohne sie vorher zu überprüfen. Selbst ein kurzer Besuch im Pool hilft den O-Ringen, sich zu setzen. Atemregler können nach der Wartung manchmal etwas Luft verlieren (Freifluss), und es ist viel einfacher, dies in einem lokalen Servicecenter beheben zu lassen, als es auf einem Boot mitten im Ozean zu versuchen.

Gerätekennzeichnung und Lagerung

In Tauchgruppen haben oft mehrere Personen ähnliche Ausrüstung. Um Missverständnisse zu vermeiden, sollten Sie Ihre Ausrüstung kennzeichnen. Falls die Markierungen leicht weggespült werden, gewöhnen Sie sich an, Ihre Sachen immer an einem festen Platz zu deponieren, beispielsweise ganz hinten im Boot oder in der Nähe einer bestimmten Halterung. So finden Sie Ihre Ausrüstung auch in einer großen Gruppe schnell wieder.

Reißverschlusspflege mit Wachs

Regelmäßiges Wachsen der Reißverschlüsse verlängert die Lebensdauer Ihres Neoprenanzugs deutlich. Selbst nach dem Ausspülen können Salzrückstände die Reißverschlüsse schwergängig machen. Verwenden Sie spezielles Reißverschlusswachs oder auch normales Kerzenwachs, um den Mechanismus zu schmieren. Öffnen und schließen Sie den Reißverschluss nach dem Wachsen mehrmals, damit sich das Wachs gleichmäßig verteilt.

Tricks zum Austausch von O-Ringen

Beim Austausch von O-Ringen sollten Sie scharfe Metallwerkzeuge vermeiden, die die Oberfläche zerkratzen können. Drücken Sie stattdessen die Dichtung von beiden Seiten zusammen und schieben Sie sie nach oben, bis sich eine Schlaufe bildet, die Sie leicht greifen können. Beim Einsetzen neuer Dichtungen in Gewinde können Sie ein kleines Kunststoffröhrchen oder Isolierband verwenden, um das Gummi vor den scharfen Gewindekanten zu schützen.

Karabiner als Hilfswerkzeug

Ein Karabinerhaken ist nicht nur zum Befestigen von Ausrüstung nützlich. Wenn Sie dicke Handschuhe tragen und Schwierigkeiten haben, ein dünnes Gummiband oder eine Schnur (zum Beispiel an einer Boje) zu greifen, verwenden Sie einfach einen Karabinerhaken, um das benötigte Element einzuhängen und daran zu ziehen. Ein kleiner Trick, der unter Wasser Zeit und Nerven spart.

Socken unter Tauchstiefeln

Wenn Ihre Tauchschuhe an den Füßen scheuern, können dünne Socken Abhilfe schaffen. In feuchter Umgebung wird die Haut empfindlich, und Blasen heilen unter Wasser nur sehr langsam. Dünne Socken bieten zusätzlichen Schutz und reduzieren die Reibung, sodass Sie Ihren Tauchgang unbeschwert genießen können.

Daisy-Chain-Knoten für lange Schnüre

Wenn Sie Riffhaken oder andere lange Schnüre ohne Spule verwenden, lernen Sie den Daisy-Chain-Knoten. Damit lässt sich eine lange Schnur kompakt verpacken, sodass sie sich nicht verheddert. Bei Bedarf können Sie sie mit einer einzigen Handbewegung lösen, indem Sie einfach am Ende ziehen. Diese Technik ist unverzichtbar, um Ihre Taschen oder Ausrüstung ordentlich zu halten.

Abschluss

Tauchen ist ein lebenslanger Lernprozess. Diese kleinen Tipps mögen unbedeutend erscheinen, tragen aber wesentlich zu Ihrem Wohlbefinden bei. Denken Sie daran: Der beste Weg, ein besserer Taucher zu werden, ist regelmäßiges Üben und der Austausch mit Gleichgesinnten. Wir sehen uns unter Wasser!